TV Oyten - Newsartikel drucken


Autor: Axel Sammrey
Datum: 04.11.2019


Kreiszeitung.de: Ein zähes und kraftraubendes 0:0.

Schön sieht im Fußball wahrlich anders aus. So war es spielerisch, was die beiden Bezirksligisten MTV Riede und TV Oyten am Sonntag boten, eher unterste Kategorie. Kämpferisch aber gaben beide Teams beim 0:0 alles.

VON FRANK VON STADEN

Riede/Oyten – Das war schon schwere Kost, was die beiden abstiegsbedrohten Klubs im Kellerduell zu bieten hatten. Was allerdings auch stark dem tiefen und seifigen Geläuf in Riede geschuldet war. „Wir trainieren ständig auf diesem Platz. Und selbst wir, die ihn ja kennen, bekommen auf dem fast nichts hin“, zuckte da Marcel Bremer, Keeper des MTV, später nur mit den Schultern. Ein einziges Mal wurde der Schlussmann in den 90 Minuten gefordert, als Dorian Mothes urplötzlich frei vor ihm auftauchte, den Ball aber nicht an Bremer vorbeibringen konnte (84.). Ansonsten verlebten er als auch sein Pendant Christian Rathjen eher einen ruhigen Nachmittag, da sich die Partie doch meistens zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Für Feingeister des Fußballs war dieses Abstiegsduell dann auch weniger. Die, die den Kampf lieben, kamen indes auf ihre Kosten. Denn beide Teams investierten viel, gaben kaum einmal einen Meter Boden freiwillig her. „Wir hatten etwas mehr vom Spiel, hatten es bis auf die Schlussphase eigentlich unter Kontrolle. Nur vorne war es halt zu wenig. Dennoch hatten wir die beste Chance. Bei einem Team, das auf Platz drei steht, geht dieser Ball rein. Bei uns eben nicht“, dachte später Riedes Coach Marc Wurthmann an die Riesenmöglichkeit des eingewechselten Janek Wohlers, der aus sieben Metern nur den Pfosten traf (90.).

„Auch wenn wir in den letzten zehn Minuten Oberwasser hatten und mehr zulegen konnten, bin ich mit dem Punkt zufrieden. Es wäre schon bitter gewesen, wenn wir am Ende mit gar nichts nach Hause hätten fahren müssen. Auf diesem schweren Boden war letztlich nicht mehr möglich“, sagte da Oytens Übungsleiter Axel Sammrey, der Mitte des zweiten Durchgangs Murat Avanas einwechselte, „von dem ich mehr Distanzschüsse erwarten konnte, da sich ja bei uns sonst keiner getraut hatte, mal zu schießen.“ Zwar fiel der Stürmer erst nur durch übertriebenes Einzelspiel auf, doch in den letzten Minuten taute Avanas immer mehr auf und jagte auch drei, vier Bälle und Freistöße aufs Bremer-Tor, die aber allesamt ihr Ziel verfehlten.

Im ersten Abschnitt noch war da gar nichts vom TV Oyten zu sehen. So verbuchten dann auch nur die Rieder einige Halbchancen und Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auch einen Freistoß von Kai Mindermann, den Rathjen gerade noch so um den Pfosten lenken konnte. „Ja, vielleicht hatten wir die etwas hochprozentigeren Chancen. Doch auch ich kann am Ende mit diesem Punkt gut leben“, machte dann Wurthmann auch kein unzufriedenes Gesicht.

Foto: Hatte im ersten Durchgang mit einem Freistoß Pech: Riedes Kai Schumacher, hier gegen Oytens Ole Persson (l.). Foto: vst