TV Oyten - Newsartikel drucken


Autor: Axel Sammrey
Datum: 14.10.2019


Kreiszeitung.de von Björn Drinkmann. Firat Karaca ärgert seinen Vater – 4:2. Oytens Youngster gelingt Doppelpack im Derby beim 1. FC Rot-Weiß Achim.

Achim - Von Björn Drinkmann. Ausgerechnet der erst 18-jährige Firat Karaca avancierte beim 4:2 (3:0)-Erfolg seines TV Oyten im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga beim 1. FC Rot-Weiß Achim zum Matchwinner für die Gäste. Ob er dadurch im Anschluss zu Hause Probleme bekommen hat, ist noch unklar. Schließlich ist sein Vater Fikret Karaca ja bekanntlich der Sportliche Leiter der Achimer.

Allerdings dürfte Fikret Karaca angesichts der Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte ganz andere Sorgen haben. Denn von Präsenz, Körpersprache oder einer Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen war aber auch überhaupt nichts zu sehen. Ganz anders die Oytener, die von Beginn an attackierten und sich vor dem Tor, im Gegensatz zu den Vorwochen, eiskalt zeigten. Niko Oetting legte den Ball frei vor dem Tor uneigennützig auf Karaca auf, der nur noch einschieben musste (14.) – 0:1. Noch schöner die Kombination des TVO zum 2:0, als sich Anton Strodthoff stark gegen zwei Achimer durchsetzte, den Ball auf die rechte Seite zu Karaca legte. Und dessen Querpass schlenzte Strodthoff direkt ins lange Eck (18.). Als Strodthoff nach einem Freistoß im Mittelfeld den Ball nach Ablage von Oetting zum 3:0 (22.) über die Linie stocherte, waren die Achimer richtig bedient. Dabei konnten sich die Gastgeber sogar noch bei Aydin Burc bedanken, der direkt vor der Pause den nächsten Gegentreffer verhinderte. „Reißt euch jetzt alle mal zusammen oder habt ihr noch nie Fußball gespielt?“, versuchte der routinierte FC-Mittelstürmer Faruk Senci seine Mannschaft kurz vor der Pause aufzuwecken.

Doch direkt nach Wiederanpfiff war Karaca erneut zur Stelle, als sich die komplette Hintermannschaft der Achimer scheinbar noch in der Pause befand – 0:4 (47.). Und er hätte fast noch seinen dritten Treffer nachgelegt. Denn obwohl er von Zedan Yoldas festgehalten wurde, kam er noch zum Abschluss, den FC-Keeper Tobias Grönewold parieren konnte. Erst nach einer guten Stunde entschieden sich die Achimer, auch am Spiel teilzunehmen. Sie versuchten es immer wieder über die rechte Seite mit dem stark aufspielenden Wilfried Yao. Sein erster Warnschuss ging klar drüber, der zweite nur knapp vorbei. Dann fand er mit seiner gut getimten Flanke Berkat Karaca, der zum 1:4 (74.) einköpfte. Danach bediente er Faruk Senci, der jedoch am gut aufgelegten Fabian Meyer scheiterte. Nesic jagte den Nachschuss freistehend über den Kasten. Danach bekamen die Achimer dann noch einen umstrittenen Foulelfmeter (Krüger an Senci) vom ansonsten sehr souveränen Schiedsrichter Lennart Fahnenmüller zugesprochen, den Senci mit etwas Glück zum 2:4 (87.) verwandelte. Doch zu mehr sollte es nicht reichen. Achims Trainer Andreas Taubhorn fand dann auch klare Worte: „Meine Mannschaft hat das Spiel am Anfang nicht für voll genommen. Scheinbar haben alle gedacht, dass wir die sieglosen Oytener so weghauen. Aber ohne Körperspannung ist das nicht möglich.“ Ganz anders stellte sich natürlich die Gemütslage bei den Oytenern dar. „Es wurde einfach mal Zeit, dass wir uns belohnen. Es war entscheidend, dass wir unsere ersten drei Chancen gleich genutzt haben. Dass es dann hinten heraus fast noch einmal eng wird, war dann etwas unnötig“, fand Oytens Trainer Axel Sammrey trotz des ersten Sieges doch noch ein kleines Haar in der Suppe.

Foto Björn Drinkmann:

Und wieder ist Oytens Matchwinner Firat Karaca (links) einen Tick schneller als Achims Aydin Burg.