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Fußball 05.05.2021 von Axel Sammrey

Verdener Nachrichten von Reiner Tienken. Bernhard Blodkamp ist der Dauerbrenner des TV Oyten.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Bernhard Blodkamp beim TV Oyten. In dieser Zeit hatte er mehrere Aufgaben im Jugendbereich inne und ist zu einem echten Dauerbrenner des Vereins geworden.

Das Bremer Umland ist für Bernhard Blodkamp längst zur neuen Heimat geworden. Beim TV Oyten geht der 65-jährige Elektrotechniker seiner Leidenschaft für den Fußball nach. Bereits seit 1995 füllt Blodkamp, der aus Dörpen im Emsland stammt, zumindest einen Posten beim kreisverdener Verein aus. Die Jugendarbeit liegt dem Wahl-Oytener dabei besonders am Herzen.

„Wir hatten einmal acht F-Jugendmannschaften. Das waren Boom-Jahrgänge und noch goldene Zeiten“, blickt Blodkamp etwas wehmütig zurück. Der Sportplatz platzte da beim E- und F-Jugendtraining mit rund 110 Kindern förmlich aus allen Nähten. Die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1995 sorgten beim TV Oyten für einen XXL-Zulauf an Mini-Kickern. Der zweifache Familienvater, der einen Sohn sowie eine Tochter hat, fühlt sich der Nachwuchspflege ganz eng verbunden. Bereits in seinem früheren Heimatverein SV Blau-Weiß Dörpen bekleidete Bernhard Blodkamp für mehrere Jahre ein Traineramt im Jugendbereich.

Beim TV Oyten steht der Fan des FC Bayern München und Dauerkarten-Inhaber beim SV Werder Bremen durch seine langfristigen Funktionen als Trainer, Jugendleiter und Jugendkoordinator für Nachhaltigkeit. Während seiner Amtszeit für den TV Oyten und für die JSG Backsberg, der Kooperation mit den Nachbarvereinen TSV Bassen und TSV Fischerhude-Quelkhorn, durchlief so manches Talent die Jugendarbeit des Jugendbetreuers. Stellvertretend dafür steht Marius Winkelmann, der es hoch bis in die Regionalliga schaffte und inzwischen wieder für den TV Oyten als spielender Co-Trainer kickt.

„Das größte Talent war für mich Leonhard von Hindte. Das wäre ein sehr guter Fußballer geworden, so eine Art Johan Micoud“, lässt Blodkamp durchblicken. Die Eltern standen jedoch mehr hinter dem Tennissport. Durch den Umzug der Familie von Hindte ging die Verbindung zum TV Oyten verloren. Neben dem Fußballsport zählt der Funktionär das Radfahren, Kochen und die Gartenpflege zu seinen weiteren Hobbys.

Während seiner langjährigen Jugendarbeit hat der 65-Jährige Veränderungen im Trainings- und Spielbetrieb wahrgenommen. „Für die Trainer ist es nicht leichter geworden. Früher waren die Kinder williger und voll bei der Sache. Heutzutage werden sie abgelenkt durch viele andere Sachen und hinterfragen viel. Die Eltern sind auch schwieriger geworden“, stellt Bernhard Blodkamp fest. Diese Umstände hindern den Oytener aber nicht daran, sich auch in Zukunft in der Nachwuchspflege einzubringen.

Gerne würde der Jugendbetreuer im jüngeren Bereich bei den G-Junioren einsteigen. „Da läuft ganz anderes Training. Das würde mir wohl Spaß machen“, bekundet der Kinder- und  Jugendpfleger. Der Elektrotechniker hat sich als Jugendleiter vorgenommen, die Jugendarbeit auf längere Sicht in jüngere Hände zu legen. Ebenfalls arbeitet Blodkamp daran, alle Nachwuchsmannschaften im Verein zumindest mit einem lizenzierten Übungsleiter auszustatten.

Ehefrau Beate Blodkamp brachte in all den Jahren viel Verständnis für das Fußball-Hobby ihres Mannes auf. „Das war schon manchmal zu viel mit der Doppelbelastung als Trainer und Jugendobmann“, gibt der zweifache Familienvater offen zu. Immerhin beschäftigt sich Beate Blodkamp auch regelmäßig mit dem Sport. Sie geht gerne walken oder zur Gymnastik.

Der TV Oyten ist ein vielseitiger Verein. Deshalb ist der Jugendbetreuer keineswegs abgeneigt, Elemente aus anderen Sportarten einzustreuen und gegebenenfalls eine Kooperation mit einer anderen Sparte einzugehen. „Wir sind da gerade in Gesprächen“, deutet der langfristige Jugendbegleiter an, über den Tellerrand der Fußballabteilung hinauszublicken.

Die herausragenden Leistungen von Bernhard Blodkamp wusste der Kreisvorstand des NFV-Kreises Verden bereits vor Jahren zu würdigen. 2014 erhielt der Dauerbrenner des TV Oyten für seine freiwillige Tätigkeit den Ehrenamtspreis, der verbunden war mit einem Dankeschön-Wochenende im Verbandsstützpunkt Barsinghausen und dem Besuch des Bundesliga-Spiels Hannover 96 gegen Borussia Dortmund (2:3).

Foto: Bernhard Blodkamp gehört seit Jahrzehnten zum festen Inventar des TV Oyten. Die Jugendarbeit liegt ihm besonders am Herzen. (Björn Hake)

Fußball 04.05.2021 von Axel Sammrey

NOZ von Lennart Albers: Lockerungen für den Amateurfußball ab dem 10. Mai.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen hat die niedersächsische Landesregierung für die Zeit ab dem 10. Mai Lockerungen beschlossen. Bei einer stabilen 7-Tages-Inzidenz von unter 100 soll auch wieder Amateursport erlaubt sein.

Die neue Verordnung sieht vor, dass Kontaktsport für alle Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren mit bis zu 30 Personen möglich sein soll. „Auf gut Deutsch: Dann sollen auch Fußballspiele unter Kinder und Jugendlichen möglich sein“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Ob auch Kinder oder Jugendliche einen negativen Test vorlegen müssen, blieb zunächst noch unklar.

Darüber hinaus soll es kontaktfreie Angebote für Erwachsene geben, im Training müsse also ein Abstand von zwei Metern gehalten werden. Zudem wird ein negativer Corona-Test vorausgesetzt. Weil betonte auf der Pressekonferenz, dass sich diese Regelung ausschließlich auf den Outdoor-Sport beziehe. Die Unterscheidung zwischen Kinder und Jugendlichen gebe es laut dem Ministerpräsidenten, weil die Erfahrungen aus dem letzten Jahr zeigten, dass durch den Erwachsenenfußball eine höhere Infektionsgefahr ausgehe. „Nicht auf dem Platz, aber aufgrund der dritten Halbzeit“, wie Weil begründet.

Im Landkreis Osnabrück lag die 7-Tages-Inzidenz laut RKI am Dienstagmorgen bei 95 in der Stadt Osnabrück bei 113,2. Von einer stabilen Inzidenz unter 100 wird gesprochen, wenn die Inzidenz fünf Tage am Stück unter der Marke liegt. Im Landkreis könnte es also bei weiter sinkender Inzidenz schon nächste Woche zurück auf den Platz gehen, die Stadtfußballer müssen sich wohl noch mindestens ein paar Tage mehr gedulden.

In der Grafschaft liegt die Inzidenz am Dienstagmorgen bei 164, auch hier ist also noch Geduld gefragt. Im Emsland liegt die Inzidenz bei 81,4, eine Rückkehr ist also auch bereits in der nächsten Woche denkbar.

Fußball 02.05.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Florian Cordes. Die Brüder Elvedin und Aldin Bibic wechseln zum TV Oyten.

Beim TV Oyten nimmt der Kader für die neue Saison immer mehr Konturen an. Trainer Axel Sammrey hat nun schon die Zugänge Nummer fünf und sechs präsentiert.

Die Laune ist bei Axel Sammrey momentan ziemlich gut. Denn der Coach des Fußball-Bezirkligisten TV Oyten bastelt aktuell gemeinsam mit seinem Co-Trainer Marius Winkelmann am Kader für die neue Saison – und das mit Erfolg. „Wir haben jetzt unsere Neuzugänge fünf und sechs eingetütet“, teilte Sammrey mit. Dem TV Oyten schließen sich zur kommenden Spielzeit Elvedin Bibic sowie sein jüngerer Bruder Aldin Bibic an. 

Elvedin Bibic ist in Oyten kein Unbekannter. Denn der 20-jährige Stürmer lief bereits in der Saison 2018/2019 für den TVO in der Bezirksliga auf und erzielte in 21 Partien fünf Tore. Zuletzt stand der Offensivfußballer für Oytens Ligakonkurrenten TSV Fischerhude-Quelkhorn auf dem Platz und traf in der abgebrochenen Saison viermal für den Wümmeklub. Unter anderem schoss er Fischerhude im Oktober 2020 zum 2:1-Derbysieg gegen den TV Oyten. „Er wird uns als torgefährlicher Stürmer sicherlich weiterhelfen. Und das Jahr in Fischerhude war für seine Entwicklung bestimmt nicht verkehrt“, findet Axel Sammrey.

Viel Potenzial sieht der Trainer des TV Oyten auch im zweiten Bibic, der sich der Mannschaft anschließt. Aldin Bibic, der im August 18 Jahre alt wird, kommt von den A-Junioren des FC Oberneuland. Sammrey will das Talent im Mittelfeld seiner Elf einsetzen: „Ich persönlich freue mich auf beide Spieler und bin, wie mein Co-Trainer Marius Winkelmann, der Meinung, dass wir in der Kaderplanung schon sehr gut aufgestellt sind.“

Neben den Bibic-Brüdern hatten Sammrey und Winkelmann zuvor bereits Simon Seekamp, Christian Czotscher, Tobias Stripling und Refki Djelassi von einem Wechsel zum TV Oyten überzeugt.

Foto: Unser spielender Co-Trainer Marius Winkelmann

Fußball 30.04.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Elvedin Bibic kommt zurück zum TV Oyten. Und auch sein Bruder Aldin gehört zum neuen Kader der 1. Mannschaft.

Nach einer Saison beim TSV Fischerhude kehrt Elvedin Bibic zu uns zurück. Elvedin ist am 16.9.2000 geboren und passt sehr gut in unser Team. Der torgefährliche Stürmer wird uns sicherlich weiterhelfen. Und das Jahr in Fischerhude war für seine Entwicklung bestimmt nicht verkehrt.
Außerdem kommt mit Aldin Bibic sein jüngerer Bruder, der im August 18 Jahre alt wird von den A-Junioren des FC Oberneuland zu uns. Aldin ist ein talentierter Mittelfeldspieler mit großem Potential.
 
Ich persönlich freue mich auf beide Spieler und bin wie Co-Trainer Marius Winkelmann der Meinung das wir in der Kaderplanung schon sehr gut aufgestellt sind.
 

Fußball 22.04.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Maurice Reding. Tobias Stripling und Refki Djelassi schließen sich dem TV Oyten an.

Fußball 22.04.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: Refki Djelassi: Eine Kante für den TV Oyten.

Oyten – Beim Fußball-Bezirksligisten TV Oyten geht es weiter Schlag auf Schlag. Hatte das Team von Axel Sammrey mit Rückkehrer Simon Seekamp (Etelsen), Christian Czotscher (Bassen) und Tobias Stripling (Ottersberg) bereits drei Neuzugänge präsentiert, folgt nun der vierte Streich. Dabei spielte der Zufall eine große Rolle. Denn aus beruflichen Gründen hat es Refki Djelassi nach Oyten verschlagen.

Der erfahrene Innenverteidiger spielte zuletzt für den TSV Vilsbiburg in der Bezirksliga NDB West und ist laut Sammrey im besten Fußballalter. „Refki hat im Training einen guten und ehrgeizigen Eindruck hinterlassen. Mit seiner Größe von 1,98 Metern ist er eine echte Kante und entsprechend kopfballstark. Daher ist er für uns auf jeden Fall eine Bereicherung“, ist der TVO-Trainer überzeugt. Mit den bisherigen vier Neuzugängen sieht sich Sammrey für die kommende Saison schon jetzt sehr gut gerüstet. „Da haben wir neben der Qualität auch jede Menge Erfahrung dazu geholt. Genau das, was uns zuletzt mitunter gefehlt hat. Denn nur mit jungen Spielern geht es auch nicht.“  kc

Bild: Spielt künftig für den TV Oyten: Innenverteidiger Refki Djelassi.

Fußball 21.04.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Maurice Reding. Christian Czotscher wechselt vom TSV Bassen zum TV Oyten.

Der Fußball-Bezirksligist TV Oyten kann einen weiteren Neuzugang vermelden. Nach Simon Seekamp schließt sich auch Christian Czotscher der Mannschaft von Axel Sammrey an. Das gab der Trainer am Montag bekannt. „Mit Christian Czotscher bekommen wir für die rechte Seite einen erfahrenen Leistungsträger vom TSV Bassen“, freut sich Sammrey über Neuzugang Nummer zwei.

Dem 30-jährigen, der seine komplette Laufbahn bislang bei den Dohmspatzen verbracht hat, sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. „Er hat sich nicht gegen den TSV Bassen, sondern für die Möglichkeit entschieden, mit seinem Kumpel Marius Winkelmann zusammenzuspielen. Die entscheidenden Gespräche und die Überzeugung zum Wechsel sind durch Marius realisiert worden“, betont der Oytener Coach, der Czotscher als nächsten Baustein für eine sportlich gute Saison in der Bezirksliga sieht.

Foto: Christian Czotscher (rechts) kehrt dem TSV Bassen das erste Mal in seiner Laufbahn den Rücken. (Björn Hake)

Fußball 17.04.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Maurice Reding. Simon Seekamp kehrt zum TV Oyten zurück.

Nach nur einer Saison beim TSV Etelsen läuft Simon Seekamp ab der kommenden Spielzeit wieder für den TV Oyten auf.

Der Fußball-Bezirksligist TV Oyten kann seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison vermelden. Wie Trainer Axel Sammrey bekannt gab, kehrt mit Simon Seekamp ein echtes Eigengewächs zurück. Der 25-Jährige spielte bis zum vergangenen Jahr ausschließlich für den TVO. In der vergangenen Saison wagte Seekamp den Schritt eine Liga höher zum Landesligisten TSV Etelsen. Bei den Schlossparkkickern kam Seekamp in der vor Kurzem abgebrochenen Saison aber nur zweimal zum Einsatz, erzielte aber immerhin ein Tor.

„Die guten Gespräche von Marius Winkelmann und Detlef Meyer mit Simon haben diesen von einer Rückkehr zu seinem Stammverein überzeugt. Ich als Trainer bin froh, mit Simon im zentralen Mittelfeld einen spielstarken und torgefährlichen Spieler für unser Team dazugewonnen zu haben“, freut sich Sammrey. Neben Seekamp könnten bald noch weitere Neuzugänge folgen. Laut Sammrey laufen noch sehr vielversprechende Gespräche mit externen Spielern. Für die kommende Saison kündigt der Coach folgendes an: „Wir beim TV Oyten wollen uns in der Bezirksliga wieder positiv präsentieren.“

Foto: Simon Seekamp trägt künftig wieder das Trikot des TV Oyten. (Björn Hake)

Fußball 01.04.2021 von Axel Sammrey

Nun ist es vollbracht. Auch beim NFV hat die Vernunft gesiegt.

Fußball-Saison in Niedersachsen wird abgebrochen - Meinungsbild in den Kreisen ergibt klares Votum für den Weg der Annullierung - Rechtzeitige Aufnahme eines uneingeschränkten Mannschaftstrainings und Spielbetriebs durch Corona-Pandemie nicht möglich - Distelrath: „Wir haben unsere Entscheidung schweren Herzens getroffen“ – Aktueller Video-Podcast zur Vorstandssitzung auf nfv.de

Fußball 26.03.2021 von Axel Sammrey

Kreiszeitung.de: Ottersberg und Oyten: Gegenwehr beim Abstieg. Quotientenregel? Schwarz würde klagen.

Der Niedersächsische Fußball-Verband hat den Saisonabbruch angekündigt. Sollte es einen Abstieg nach Quotientenregelung geben, würde Landesligist TSV Ottersberg klagen. Auch Bezirksligist TV Oyten wäre zur Gegenwehr bereit.

Achim/Verden – Der Saisonabbruch ist besiegelt – so dürfte in der nächsten Woche die Entscheidung des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) ausfallen. Nachdem der Vorstand am Dienstag angesichts der Entwicklung in der Coronavirus-Pandemie erstmals von seiner bisherigen Linie mit der Fortsetzung der unterbrochenen Serie abgewichen war und das Aus eingeleitet hatte, geht es praktisch nur noch um eine Frage:

Wird in irgendeiner Form gewertet oder annulliert?

Zwar scheint alles auf eine Annullierung hinauszulaufen – in Stein gemeißelt ist diese Variante indes nicht. Einfrieren und nach der Sommerpause fortführen sowie eine Quotientenregelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern haben noch eine kleine Chance auf Anwendung. Für die Vereine aus dem Kreis Verden, die auf Bezirksebene unterwegs sind, allerdings nicht – sie votieren fast geschlossen dafür, weder eine Wertung noch ein Weiterspielen nach Covid-19 in Betracht zu ziehen.

Ottersbergs Frank Schwarz fordert Annullierung

Ottersbergs Frank Schwarz sieht das wahrscheinliche Saisonaus zunächst als alternativlos an: „Es wäre völliger Schwachsinn, nach einer so langen Pause einen Re-Start zu unternehmen. Vor Mai würden wir gar nicht in die Vorbereitung einsteigen können. Also muss stumpf abgebrochen werden.“ Und der Fußball-Boss des Landesligisten hat auch für das weitere Prozedere eine vehemente Forderung: „Eine Wertung darf es auf keinen Fall geben, also muss die Saison annulliert werden.“ Sollte es Auf- und Absteiger durch eine Quotientenregel geben, sieht Schwarz eine Klagenflut auf den Verband zurollen. Für seine in Staffel 2 gefährdeten Wümme-Kicker hält er jedenfalls schon mal fest: „Wir würden uns das nicht gefallen lassen!“

In die gleiche Kerbe schlägt Trainer Frank Neubarth, der mit dem FC Verden 04 in Staffel 1 erst fünf Partien absolvieren konnte – wenn auch nicht so drastisch: „Da die Mannschaften zu wenig Spiele hinter sich haben, wäre es Quatsch, jemanden durch die Quotientenregel absteigen zu lassen.“ Einfrieren und nach den Ferien weiterspielen – wie am Dienstag noch von Etelsens Übungsleiter Nils Goerdel favorisiert – fällt beim Ex-Profi ebenfalls nicht auf nährbaren Boden: „Ergibt keinen Sinn, da Spieler wechseln werden und auf einmal völlig anders besetzte Teams auflaufen könnten. Also wäre für mich eine Annullierung das Beste.“

Eine Klasse tiefer in der Bezirksliga befürworten die Trainer einmütig den Abbruch, die meisten sprechen sich auch für einen Neuanfang in der nächsten Saison aus. Am heftigsten erhebt Axel Sammrey vom TV Oyten, punktloses Schlusslicht der Staffel 2, seine Stimme dafür: „Wir würden uns ebenfalls massiv gegen einen Abstieg durch die Quotientenregel wehren. Diese Variante kann doch keiner ernsthaft in Erwägung ziehen.“

Oytens Axel Sammrey lehnt Variante kategorisch ab

Und der 64-Jährige hat auch schon konkrete Wünsche für das Prozedere in der nächsten Saison – wobei er eine abermalige Teilung zu Beginn ablehnt: „Es muss jede Mannschaft mindestens einmal gegen jede andere spielen können. Das wäre bei gleicher Sollstärke sportlich am fairsten.“ Am liebsten wäre ihm eine übliche Doppelrunde mit Hin- und Rückspielen, aber eine Teilung in Auf- und Abstiegsrunde nach einer normalen Runde seiner genannten Vorstellung würde Sammrey ebenso akzeptieren.

Fischerhude-Quelkhorns Matthias Warnke für Einfrieren

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen votiert Matthias Warnke vom TSV Fischerhude-Quelkhorn gegen eine Annullierung – aus einem einfachen Grund: „Wir haben uns gleich am Beginn der Diskussionen für ein Einfrieren und Weiterspielen nach der Sommerpause ausgesprochen, weil die bisher erbrachten sportlichen Leistungen nicht unter den Tisch fallen sollten. Eine Quotientienregelung halten wir angesichts der zu wenigen Partien der Teams für äußerst fragwürdig.“ Ein Weiterspielen habe auch einen zeitlichen Vorteil: „Dann könnte man die Saison ohne Druck zuende bringen und vielleicht auch noch den Pokalwettbewerb einbauen.“

Das Einfrieren würde Thedinghausens Lars Gudegast nicht komplett ablehnen, es wäre aber nicht seine Priorität: „Eigentlich ist doch alles andere als eine Annullierung nicht richtig, weil viel zu wenig Begegnungen absolviert worden sind.“ Dem schließen sich Sven Zavelberg vom TSV Achim und Jan Twietmeyer vom SVV Hülsen ohne Umschweife an. Lediglich Emrah Tavan vom FSV Langwedel-Völkersen zeigt sich zwiegespalten: „Sicher könnte man einfrieren und weiterspielen, was aber nur den bisher erfolgreichen Teams zugutekommen würde. Auf- und Abstiege durch Quotientenregelung sind nicht zu vermitteln, alsofinde ich eine Annullierung letztlich noch am fairsten.“

Von Ulf Von Der Eltz

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