header
Fußball 19.11.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Dennis Glock. Fußball-Bezirksliga: Von Euphorie bis Abstiegsangst.

Drei Teams aus dem Landkreis Verden spielen in dieser Saison in der zweiten Bezirksliga-Staffel. Aktuell befinden sie sich coronabedingt in einer Zwangspause. Eine Bestandsaufnahme.

Die hiesigen Fußballer haben nach der Entscheidung des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV), den Spielbetrieb bis Jahresende auszusetzen, vorzeitig Winterpause. Während sich in Staffel 1 der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 gleich sieben Mannschaften aus unserem Verbreitungsgebiet tummeln, sind es in der zweiten Staffel lediglich drei. Doch auch hinter ihnen liegen ereignisreiche Monate, die wegen der Corona-Pandemie besonders sind. In Teil zwei unserer Analyse blicken wir darauf, wie sich das Trio in Staffel 2 bis zur Zwangspause geschlagen hat.

Mit Ruhe zum Erfolg

Beim SV Vorwärts Hülsen ist die Stimmung gut. Der SVV spielt bis dato eine beeindruckende Saison und steht in der zweiten Staffel auf dem dritten Tabellenplatz – einen Punkt hinter dem Tabellenführer FC Hambergen. Die größte Stärke der Elf von Coach Jan Twietmeyer ist in dieser Saison die Konstanz. Denn Woche für Woche fuhren die Hülser ihre Punkte ein und kletterten in der Tabelle immer weiter nach oben.

Ein wichtiger Faktor war hierbei die Ruhe, die vom Coach ausging. Twietmeyer legte vor jeder Partie den Fokus auf sein Team und wollte sich nicht explizit mit den Stärken und Schwächen des Gegners befassen. Die harte Arbeit im Training wurde auf diese Weise stets belohnt. Erst kurz vor der Unterbrechung leistete sich Hülsen mit dem späten Gegentor gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck (0:1) die erste Saisonniederlage. Sollte der SV Vorwärts Hülsen auch nach dem Re-Start eine derartige Konzentration an den Tag legen, so ist der Sprung in die Aufstiegsrunde definitiv möglich.

Euphorie ist geblieben

Zu Beginn der Saison sahen die Vorzeichen für den TSV Fischerhude-Quelkhorn nicht allzu gut aus. Mit Stürmer Lukas Klapp fiel der beste Offensivmann wegen einer schweren Verletzung langfristig aus. Den Schock wusste das Team des Trainerduos Matthias Warnke/Yannick Becker aber zu überwinden und präsentierte sich von einer angriffslustigen Seite. Nachdem die erste Partie gegen Meisterschaftsaspirant FC Hambergen deutlich mit 0:7 verloren gegangen ist, sammelte der Aufsteiger in den folgenden Spielen eifrig Punkte. So gewannen die Grün-Schwarzen gegen den SV Komet Pennigbüttel (4:2) und den SV Löhnhorst (2:1) verdient und fuhren die ersten Saisonzähler ein.

Auch im Derby gegen den TV Oyten präsentierten sich die Fischerhuder sehr stark und gewannen mit 2:1. Die darauffolgenden Unentschieden gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck (2:2) und die TuSG Ritterhude (0:0) zeigten allerdings die Tatsache auf, dass das junge Team vor dem gegnerischen Tor um einiges kaltschnäuziger werden muss. Dies ist auch den Coaches bewusst, die mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein können. Mit insgesamt elf Punkten aus sieben Partien findet sich Fischerhude auf dem sechsten Tabellenplatz der zweiten Staffel wieder. Dieser Platz entspricht am Ende einer Teilnahme an der Abstiegsrunde. Zwar geht es für den Aufsteiger in dieser Saison nur um den Klassenerhalt, doch wenn der TSV weiter so punktet, ist mit ein bisschen Glück auch mehr möglich.

Desolater Saisonverlauf

In der vergangenen Spielzeit feierte der TV Oyten in der Fußball-Bezirksliga erst nach dem zehnten Spieltag dank eines 4:2-Erfolgs beim 1. FC Rot-Weiß Achim den ersten Saisonsieg. Zuvor gelang der Elf von Trainer Axel Sammrey in neun Partien lediglich zwei Unentschieden. Einen ähnlichen Saisonstart legten die Oytener auch in dieser Saison hin, nur noch schlechter. Der TVO ziert mit null Punkten das Tabellenende der Staffel 2 und hat damit alle sieben Ligaspiele verloren.

Trotz des desolaten Saisonverlaufs war die Sammrey-Elf des Öfteren nah dran an etwas Zählbarem. So ging das Schlusslicht beispielsweise am zweiten Spieltag gegen den derzeitigen Spitzenreiter FC Hambergen mit 1:0 in Führung. In der Nachspielzeit gelang dem Favoriten aber dennoch der Lucky Punch zum 2:1-Sieg. Ähnlich sah es auch im Duell mit dem SV Vorwärts Hülsen aus. Der TVO drehte nach schwacher Anfangsphase noch die Partie und führte verdient mit 2:1. Nach dem Seitenwechsel verfiel die Mannschaft aber wieder in alte Muster und geriet mit 2:4 unter die Räder. Der Coach sieht in den zahlreichen Abgängen die Gründe für die bis dahin verkorkste Saison. Gelingt dem TV Oyten nach dem Re-Start nicht die erhoffte Wende, so könnte nach fünf Jahren Bezirksliga womöglich wieder der Absturz in die Kreisliga folgen.

Fußball 18.11.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Maurice Reding und Nastassja Nadolska: Reaktionen auf NFV-Entscheidung: Große Zustimmung, aber auch Kritik.

Die hiesigen Vereine begrüßen größtenteils die Aussetzung des Spielbetriebs bis Jahresende. Dennoch kommt auch Kritik in Richtung des Niedersächsischen Fußballverbands.

Rassige Zweikämpfe, umjubelte Siege oder bittere Niederlagen – all das wird es im Amateurfußball in diesem Jahr nicht mehr geben. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hat am Montagabend auf einer virtuellen Sitzung beschlossen, den im November wegen des Teil-Lockdowns ohnehin pausierenden Spielbetrieb bis zum Jahresende auszusetzen (wir berichteten). Zuvor hatten Bund und Länder bei ihren Beratungen keine Lockerungen für den Amateursport in Aussicht gestellt. Der NFV will den Vereinen mit diesem Entschluss frühzeitig Planungssicherheit für den Rest des Jahres geben. Der Verband strebt an, den Spielbetrieb mit Beginn des neuen Jahres wieder aufzunehmen. Doch wie beurteilen die hiesigen Vereine die Entscheidung? Ein Überblick.

Für Florian Warmer, Sportlicher Leiter des TB Uphusen, ist es eine logische Entscheidung, den Spielbetrieb bis Jahresende ruhen zu lassen. „Es hätte keinen Sinn gehabt, alles wieder hochzufahren. So ist es für die Vereine planbar“, begrüßt er den Entschluss des Verbandes. Faktoren wie das schlechte Wetter hätten die Spielaustragungen im Dezember ohnehin erschwert, meint Warmer. Normalerweise stände für den Fußball-Oberligisten noch eine Auswärtspartie beim TuS Bersenbrück (6. Dezember) und ein Heimspiel gegen den MTV Eintracht Celle (13. Dezember) an. Neben dem normalen Ligabetrieb kommt für den Klub aus dem Achimer Westen noch der Niedersachsenpokal hinzu. Die Achtelfinalpartie gegen den FC Hagen/Uthlede fiel bereits dem Teil-Lockdown zum Opfer. Ob der Spielbetrieb im Januar – wie vom NFV gewünscht – fortgesetzt werden kann, vermag der Sportliche Leiter nicht zu sagen. „Wir müssen das weitere Geschehen abwarten. Die Jungs kriegen einen Vorbereitungsplan für Januar. Ich glaube aber nicht daran, dass es dann weitergeht. Uns steht wieder ein verkorkstes Jahr bevor“, äußert sich Warmer deutlich.

Zu hoher Trainingsrückstand

Auch Andre Koopmann, Sportlicher Leiter des TSV Etelsen, begrüßt die Entscheidung des Verbandes. „Sie ist absolut richtig. Die Corona-Zahlen sprechen eine klare Sprache“, sagt er. Für Koopmann hätte es keinen Sinn ergeben, ab Dezember wieder Spiele auszutragen. „Selbst wenn die Zahlen besser wären, könnten wir im Dezember nicht spielen. Wir bräuchten zehn bis 14 Tage Training und bis zum 30. November darf kein Training stattfinden“, verdeutlicht der Sportliche Leiter des Landesligisten. Deshalb sei er froh, nun Planungssicherheit zu haben. Den Plan des NFV, mit Beginn des neuen Jahres wieder loszulegen, hält Koopmann für einen frommen Wunsch. „Ich spiele seit 30 Jahren Fußball und weiß daher aus eigener Erfahrung, dass im Januar und Februar nicht die Zeit ist, in der man gut Fußball spielen kann“, sagt der Sportliche Leiter, der nicht daran glaubt, dass sich die Infektionszahlen bis dahin gravierend verbessern. „Ich würde mir das natürlich wünschen, aber sehen tue ich das nicht“, hat Koopmann nicht viel Hoffnung.

Für Emrah Tavan, Trainer des FSV Langwedel-Völkersen, ist die Entscheidung des Verbandes keine Überraschung. „Ich habe damit fest geplant. Die Entscheidung ist okay, wir müssen sie akzeptieren“, sagt der Coach des Bezirksligisten. Eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Dezember hätte Tavan nicht für realistisch gehalten. „Wir trainieren dreimal in der Woche und haben dann noch ein Spiel am Wochenende. Wenn man mehrere Wochen raus ist, merkst du die Pause“, sagt er. Dass seine Mannschaft im Januar wieder spielen darf, bezweifelt der Langwedeler Trainer. „Ich gehe nicht davon aus, dass es im Januar weitergeht“, ist Tavan nicht optimistisch, auch wenn der Coach gerne wieder auf den Fußballplatz zurückkehren würde. „Ich bin einer, der immer Bock auf Fußball hat. Die Jungs sind alle heiß und wollen Fußball spielen. Deshalb ist es schade, aber nicht zu ändern“, sagt der Coach. Tavan hofft aber, dass sich alles schnell zum Besseren verändert.

Ein weiterer Befürworter dieser Entscheidung ist auch Frank Lindenberg, Fußball-Spartenleiter des MTV Riede. Aufgrund der aktuellen Zahlen hält er die Pause bis zum Jahresende für „absolut sinnvoll.“ Eine Wiederaufnahme des Betriebs im Dezember hätte den MTV Riede aus sportlicher Sicht vor Probleme gestellt. „Der Trainingsrückstand wäre zu groß gewesen. Vor Anfang Dezember hätten wir so oder so nicht starten können. Zudem wäre aufgrund des Wetters kaum ein vernünftiges Training möglich gewesen, da unsere Plätze nicht so viel Wasser abkönnen. Diese Entscheidung tragen wir alle im Verein mit“, betont Lindenberg. Eine mögliche Fortsetzung der Saison im Januar hält der Spartenleiter des MTV Riede für unwahrscheinlich. „Auch hier spielt der Trainingsfaktor eine Rolle. Wir hätten zwei Monate kein Training gehabt und müssten quasi von null auf 100 wieder starten. Das kann nicht funktionieren. Man braucht ja auch eine gewisse Vorlaufzeit“, erklärt er.

Eine ähnliche Meinung hat auch Dariusz Sztorc, Trainer des TV Sottrum. „Es war klar, dass das passiert und man muss das auch realistisch sehen. Außerdem geht es bei uns nicht ums Geld. Wir sind alle Hobbysportler und die Gesundheit geht nun mal vor“, sagt der TVS-Coach. Grundsätzlich hält er sich bei diesem Thema eher zurück. „Ich passe mich einfach an und warte ab, was da noch kommt. Mir ist es wichtig, meine Spieler zu motivieren und dass sie weiterhin gesund bleiben.“ Eine mögliche Fortsetzung im Januar hält er für in Ordnung, „man muss aber abwägen, wie die Situation bis dahin ist“, blickt Sztorc vorsichtig voraus.

Deutliche Worte Richtung Verband

Eine ganz andere und vor allem klare Meinung dazu hat der Coach des TV Oyten Axel Sammrey. „Aus meiner Sicht war dieser Schritt zwangsläufig und bestätigt das, was wir schon vor langer Zeit gesagt haben. Mit einem Abbruch der letzten Saison hätte man das alles verhindern können. Nun stehen wir wieder da, wo wir im Frühjahr standen und wir müssen das nun ausbaden. Es wurden falsche Entscheidungen getroffen“, lautet die deutliche Aussage von Sammrey, der vor allem seine Spieler als Verlierer sieht. „Vom Kopf her muss es vor allem für die jungen Spieler schrecklich sein. Sie tun mir einfach leid“, bedauert er. Einen Start im Januar hält Sammrey für „absolut unrealistisch“. Aufgrund des Wetters sei die Gefahr zu groß, dass Spiele ausfallen und der Flickenteppich dadurch noch größer werde. „Meiner Meinung nach müsste die Saison komplett abgebrochen werden. Aktuell hat das mit einem normalen Fußballbetrieb nichts mehr zu tun“, stellt Axel Sammrey klar.

Fußball 17.11.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: NFV beendet Spielbetrieb für 2020. Vorzeitige Winterpause für Fußballer.

Rotenburg – Jetzt haben Niedersachsens Fußballer Gewissheit: Sie kehren 2020 nicht mehr in den Spielbetrieb zurück. Das vermeldete der Niedersächsische Fußballverband (NFV) am Montagabend. Der Vorstand hatte zuvor auf seiner als Videokonferenz ausgetragenen Sitzung beschlossen, dass die Pflichtspiele bis Jahresende „nicht mehr aufgenommen“ werden. „Damit möchte der Verband seinen Vereinen Planungssicherheit für den Rest des Jahres geben.“ Gleichzeitig kommt der Verband auch seinem NFV- Kreis Rotenburg zuvor. Der hatte einen Beschluss für diese Woche angestrebt – mit der klaren Tendenz, ebenfalls keinen Re-Start im Dezember, also nach Ablauf des aktuellen Lockdowns, zu wagen.

„Auf der stattgefundenen Bund-Länder-Konferenz haben sich keine neuen Anhaltspunkte dafür ergeben, ob und in welcher Form die behördliche Verfügungslage einen Trainings- und Spielbetrieb im Dezember wieder zulässt. Lockerungen sind angesichts der aktuellen Infektionszahlen kein Thema. Wir hätten jetzt noch die nächste Beratung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschef der Länder, die für den 23. November anberaumt wurde, abwarten können. Doch wir haben uns entschieden, jetzt für Klarheit zu sorgen, weil ein weiteres Warten nach den Ausführungen der Politik wenig Sinn macht“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath per Pressemitteilung. Der Rotenburger SV aus der Oberliga begrüßt den Entschluss: „Das ist die einzige sinnvolle Entscheidung“, kommentierte der Sportliche Leiter Torsten Krieg-Hasch und ergänzte süffisant: „Ich finde, dass der DFB sich auch mal daran halten könnte.“

Noch bis zum 30. November ist der Trainings- und Spielbetrieb für Freizeit- und Amateurmannschaften auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ohnehin untersagt. Der NFV plant nun, möglichst frühzeitig im neuen Jahr wieder zu starten. Distelrath betonte: „Von einer Winterpause im herkömmlichen Sinne können wir in dieser Saison ohnehin nicht sprechen. Sofern es die behördliche Verfügungslage und das Wetter zulassen, wollen wir 2021 so früh wie möglich wieder starten.“ Regulär würde die Oberliga als erste Spielklasse in Niedersachsen am letzten Januar-Wochenende starten. Dieser Termin könnte sich nun nach vorne verlagern.

Von Matthias Freese

Fußball 07.11.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Die Fussballecke: Schleswig-Holstein: Kein Fußball mehr in diesem Jahr. Autor: Fube am 06.11.2020.

In diesem Jahr wird es in Schleswig-Holstein im Fußball weder Spielbetrieb noch Trainingsbetrieb geben. Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV) hat diesen Beschluss in einer Videokonferenz gefasst, um den Vereinen und Verbänden Planungssicherheit zu geben.

SHFV-Präsident Uwe Döring begründet diesen Schritt: „Aktuell können wir noch nicht sagen, ob und in welcher Form die behördlichen Auflagen einen Trainings- und Spielbetrieb im Dezember zulassen. Sofern die Aufnahme des Trainings- und Spielbetriebs Anfang Dezember wieder möglich wäre, würden wir unseren Vereinen erneut eine Vorbereitungszeit von zwei Wochen zusprechen. Somit könnte vor Weihnachten nur noch ein Spieltag am 19./20. Dezember ausgetragen werden, sofern das Wetter mitspielt. Für das Präsidium waren diese zeitlichen Zusammenhänge ausschlaggebend dafür, dass eine vorzeitige Pause des Spielbetriebs beschlossen wurde.“

Von der Sperre sind auch alle von Vereinen organisierte Hallenturniere betroffen. „Bisher hatten wir den Vereinen freigestellt, ob sie eigene Hallenturniere  veranstalten möchten, sofern eine Ausrichtung von den örtlichen Behörden  erlaubt ist. Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen halten wir  die Ausrichtung von Hallenturnieren für ein zu großes Risiko, da die Infektionsgefahr in geschlossenen Räumen wesentlich größer ist als an der frischen Luft. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit den Kreisfußballverbänden darauf verständigt, Hallenturniere nicht zuzulassen“, so Sabine Mammitzsch, Vizepräsidentin Spielbetrieb im SHFV.

Fußball 06.11.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: Talente zurück auf den Platz – Trainer dafür. DFB-Forderung findet Anklang / Thies zurückhaltend.

Achim/Verden – Es ist ein Vorstoß, den Kurt Thies, Vorsitzender im NFV Kreis Verden, am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung grundsätzlich begrüßenswert fand – an eine rasche Umsetzung glaubt der Langwedeler indes nicht so recht: „Solange die Zahl der Infizierten weiter hochlaufen, dürfte es kaum etwas werden. Schließlich haben immer noch die örtlichen Behörden das Wort zu führen, wenn es um die Erlaubnis zum Sporttreiben geht. Da werden sicher keine Risiken eingegangen.“

Der angesprochene Vorstoß kam von den Präsidenten der Regional- und Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund. Die hatten sich, wie das Internet-Portal fussball.de berichtete, im Rahmen ihrer Konferenz gemeinsam mit DFB-Präsident Fritz Keller nachdrücklich dafür ausgesprochen, bundesweit den Trainingsbetrieb im Amateursport wieder zuzulassen. Der an die Politik gerichtete Appell bezieht sich in erster Linie auf die Möglichkeit des organisierten Sporttreibens für Kinder und Jugendliche unter freiem Himmel und schließt dabei ausdrücklich nicht nur den Fußball ein.

Als vorbildhafte Beispiele sieht die Präsidentenkonferenz die aktuellen Lösungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Das Landeskabinett in Mecklenburg-Vorpommern hatte entschieden, das von der Bund-Länder-Konferenz ausgesprochene Pauschalverbot von Freizeit- und Amateursport, welches lediglich den Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand vorsieht, nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Vereinssport anzuwenden, sondern dort weiter Trainingsbetrieb zu erlauben. In Berlin gilt die Sonderregelung, dass Vereinssport für Kinder bis zwölf Jahren unter Auflagen gestattet ist.

„Es müsste erst mal eine deutliche Kehrtwende eintreten“

„Sicher ein vernünftiger Ansatz, denn überall herrschen unterschiedliche Belastungen mit dem Coronavirus. Ich fände es richtig, dass Kinder und Jugendliche raus dürfen und im Freien beschäftigt werden“, meint Thies zu den regionalen Vorgehensweisen. Nur gibt das Fußball-Oberhaupt des Kreises Verden zu bedenken, dass er angesichts der Fallzahlen keine Chancen sehe, das Ansinnen großflächig umzusetzen: „Die zuständigen Behörden werden sicherlich bis Mitte des Monats abwarten, um irgendwelche Einschätzungen, geschweige denn Maßnahmen, zu ergreifen.“

Der Inzidenzwert lag laut niedersächsischem Gesundheitsamt im Kreis Verden am Donnerstagmorgen bei 191,8. Womit sich Kurt Thies in seinen vorsichtigen Äußerungen bestätigt fühlen darf: „Es müsste erst mal eine deutliche Kehrtwende in der Statistik eintreten. Die sehe ich im Moment nicht, wir dürfen in keiner Weise ein Risiko eingehen.“ Der Kreis-Boss zeigt sich mit dem bisherigen Vorgehen von Gesundheitsämtern und Politik zufrieden: „Sie haben mit Bedacht gehandelt und sind dem Sport aus meiner Sicht durchaus wohlgesonnen. Hut ab!“

Findeklee befürchtet sonst noch mehr Abspringer

DFB-Präsident Fritz Keller erklärte laut fußball.de nach der Konferenz: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, für die Gesundheit, die Gesellschaft und nicht zuletzt für unsere Kinder. Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen und Zahlen birgt die Ausübung von Freiluftsport – auch in Mannschaftssportarten – kaum ein Ansteckungsrisiko. Dies hat Prof. Dr. Tim Meyer als anerkannter Experte und Leiter der Medizinischen Kommission des DFB in den vergangenen Wochen öffentlich nachvollziehbar erläutert. Aktiver Sport stärkt verschiedene gesundheitsförderliche Aspekte, zudem hat er eine hohe gesellschaftliche und soziale Bedeutung – ohne in diesen schwierigen Zeiten für eine erhöhte Gefährdung zu sorgen. Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit den bewährten Hygienekonzepten ist es wichtig, vor allem Kindern und Jugendlichen schnell wieder die Möglichkeit zu bieten, ihren Bewegungsdrang gemeinsam im sportlichen Trainingsbetrieb auszuleben. Sport ist wichtiger denn je.“

In die gleiche Kerbe schlägt Stefan Findeklee, Landesliga-Coach der U17 von der JSG Achim/Uesen:    „Ich bin ein klarer Befürworter des Vorschlags. Denn es ist doch erwiesen, dass die Ansteckung beim Fußball, wenn sich alle an die Vorgaben halten, gering ist.“ Darüber hinaus brachte er am Donnerstag einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein, der für die Vereine eminent an Bedeutung gewinnt: „Zudem befürchte ich, dass je länger nicht trainiert werden darf, noch mehr Jugendliche abspringen. Das hat doch schon der erste Lockdown gezeigt.“ Kurt Thies blickt neben der sportlichen ebenfalls auf die soziale Komponente: „Vier bis sechs Wochen vor dem Fernseher zu sitzen, ist natürlich auch nicht gut für den Nachwuchs.“ Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten, dazu: „Der Breitensport und seine Vereine bewegen Großes, gerade wenn es darum geht, Gesundheitsvorsorge zu betreiben. Dass sie aktuell zur sportlichen Untätigkeit verurteilt sind, tut weh.“

Von Ulf Von Der Eltz Und Kai Caspers

Fußball 29.10.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: TV Oyten - FC Hansa Schwanewede findet nicht statt.

Und auch das Punktspiel am Freitag gegen FC Hansa Schwanewede wurde abgesagt bzw. verlegt. Aus sportlich fairen Gründen, unsere Gäste dürfen zur Zeit nicht trainieren, haben wir einer Verlegung zugestimmt.
Wir treffen uns am Freitag um 18 Uhr zum erst einmal letzten Training. Ich habe meine Zweifel das diese Vorgaben alle richtig und sinnvoll sind.

Fußball 24.10.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Das Punktspiel heute um 16 Uhr TuSG Ritterhude - TV Oyten ist abgesagt worden.

Fußball-Verbot im Landkreis Osterholz

Harte Entscheidung, diskutable Entscheidung

Landkreis Osterholz. Es war ein ziemlich unruhiger Freitag für alle Amateursportler, vor allem die Fußballer. Bereits am Donnerstagnachmittag hatte nämlich hartnäckig das Gerücht die Runde gemacht, dass der Landkreis Osterholz am Freitag eine Allgemeinverfügung erlassen würde, in der der Sportbetrieb großflächig eingestellt wird. Und so war die Gerüchteküche knapp 18 Stunden am Brodeln, ehe Gewissheit herrschte. Wobei das mit der Gewissheit auch dann noch lange nicht so richtig klar war.

Fakt ist: Der Landkreis Osterholz hat in einer am Freitag anberaumten Krisensitzung entschieden, den Sportbetrieb ab sofort und bis auf Weiteres einzustellen. Den Fußballbetrieb wohlgemerkt (siehe nebenstehender Text). Damit steht fest, dass am bevorstehenden Wochenende keinerlei Spiele stattfinden werden. Der Kreisfußballverband reagierte daraufhin umgehend und setzte alle ursprünglich geplanten Partien ab, auch für den Freitag. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Landkreises sollte zeitnah veröffentlicht werden, war schließlich auch ab 16.30 Uhr online nachzulesen.

So blieb aber trotzdem ausreichend Zeit, um weiter zu spekulieren. Gilt das Verbot wirklich für alle Sportarten? Betrifft es nur gewisse Ligen, beispielsweise ab Kreisliga abwärts. So hatte der Kreisverband Verden ja bereits am Donnerstagabend entschieden, dass dort ab Kreisliga abwärts alle Spiele abgesetzt werden.

Die Bezirks- und Landesligen waren von dieser Regelung zunächst noch ausgenommen. Und was ist denn jetzt mit dem Trainingsbetrieb? Ist der auch eingestellt? Ab sofort? Wie lange? Fragen über Fragen, die am Freitag die Handys der Amateursportler zum Glühen brachten. Auslöser für die Entscheidung des Landkreises waren die aktuellen Zahlen, die das Land Niedersachsen am Vormittag verbreitet hatte. Demnach war die Sieben-Tages-Inzidenz für den Kreis Osterholz auf nunmehr 55,3 Fällen/100.000 Einwohner geklettert – und der Landkreis somit nun offiziell als Risikogebiet eingestuft.

Ralf Müller vom Spielausschuss des Osterholzer Kreisfußballverbandes bestätigte die Generalabsage für das anstehende Wochenende unmittelbar, nachdem die Vorabinfo über den Erlass der Allgemeinverfügung im Umlauf war. Demnach sollte die Verfügung eigentlich erst ab Sonnabend offiziell greifen, doch auch sämtliche Fußballspiele am Freitag wurden kurzerhand abgesagt. „Das wäre ja sonst nicht wirklich sinnvoll gewesen“, begründet Ralf Müller, der den jüngsten Schritt ebenso wie alle anderen Funktionäre bedauert, den Schritt des Landkreises aber absolut nachvollziehen kann: „Angesichts der jüngsten Entwicklung muss natürlich irgendwas unternommen werden.“

Gleichwohl sagte Müller auch, dass der Kreisfußballverband von alleine (noch) keinen Spielstopp ausgesprochen hätte. Die Gefahr einer Ansteckung beim Spiel selbst ist minimal, die eigentliche Gefahr bestehe eher vor und nach dem Spiel. Im Gegensatz zu Bremen, wo der Bremer Fußballverband bereits am Mittwoch erst einmal die Notbremse gezogen hatte, hat es im Landkreis Osterholz bis zuletzt auch kaum Mannschaften in Quarantäne gegeben. Die zweite Mannschaft des FC Hansa Schwanewede hätte an diesem Wochenende ein letztes Mal pausieren müssen. Hinzu kamen jüngst die Teams von der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf II und die dritte Mannschaft des VSK Osterholz-Scharmbeck, die am vergangenen Sonntag gegeneinander gespielt hatten und wo es im Nachgang einen positiven Fall gab. Beide Teams befinden sich deshalb derzeit komplett in Quarantäne.

Fußball 22.10.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de von Von Ulf Von Der Eltz. Am Mittwochabend Derby in Oyten gewonnen / Sammrey: „Es ist bitter“. Wolf führt SVV-Rudel zum 4:2.

Oyten – Zähes Spiel, am Ende aber setzte sich der Favorit durch: Im Bezirksliga-Derby feierte der SVV Hülsen am Mittwochabend einen 4:2 (1:2)-Sieg beim TV Oyten und kletterte damit auf den zweiten Rang – nur einen Punkt hinter Primus FC Hambergen. Die Gastgeber hingegen bleiben ohne Erfolg Tabellenletzter ihrer Staffel.

 

„Wir schießen wenige Tore. Da haben wir schon mal zwei erzielt, dann kassieren wir hinten vier. Insgesamt war das Abwehrverhalten zu schwach. Es ist bitter“, haderte TVO-Coach Axel Sammrey. Jetzt bleibt ihm nur wenig Zeit, seine Elf aufzurichten und am Sonnabend zum nächsten Versuch bei der TuSG Ritterhude zu schicken.

Etwas anders fiel die Reaktion bei seinem Gegenüber Jan Twietmeyer aus – wenn auch nicht überschwänglich: „Es war fast unser schlechtestes Spiel, aber wir haben Moral gezeigt und letztlich auch verdient gewonnen. Ein Drecksspiel muss man halt auch mal siegreich gestalten.“ Der SVV-Coach sah die frühe Führung als Gift an, „danach haben wir gedacht, es läuft von alleine.“

Sebastian Koltonowski gelang nach Wolf-Ecke per Kopf das 1:0 für die Schwarz-Weißen (7.). Oyten ließ sich aber wenig beeindrucken und kam rasch zum Ausgleich: Ein Avanas-Freistoß soll Felix Wolf an die Hand gesprungen sein, den umstrittenen Strafstoß nutzte Murat Avanas zum 1:1 (13.). Bis zur Pause agierte Hülsen überlegen hatte auch gute Chancen durch Wolf (16.), Bertram (37.), Koltonowski (39.) und Özer (41.). So fiel das nächste Tor überraschend auf der anderen Seite: Ein Winkelmann-Zuspiel nutzte der starke Anton Strodthoff zu einem kurzen Solo – 2:1 (43.).

„Sicher hatten wir Glück, dass wir zur Halbzeit vorne lagen. Aber wir haben bei den Standards nicht aufgepasst, die hat Hülsen gut gelöst“, meinte Sammrey. Sein TVO konnte sich nicht lange am Vorsprung erfreuen, bereits in der 54. Minute glich Wolf zum 2:2 aus. Mit einer Energieleistung und einem Schuss ins lange Ecke krönte der diesmal als Spielmacher fungierende Hülsener seinen Auftritt. „Das war der pure Wille. Felix hat sich heute belohnt, nachdem er zuletzt leer ausgegangen war“, lobte Twietmeyer seinen Rudelführer, der überragender Mann auf dem Platz war.

Kein Wunder also, dass Wolf beim 3:2 (70.) seinen zweiten Assist lieferte – den Freistoß verlängerte Marcel Meyer per Kopf ins lange Eck. Während das SVV-Tor in Hälfte zwei überhaupt nicht in Gefahr geriet, hätten die Oytener weitere Treffer kassieren können. Typisch war das 2:4 (90.+1), als sich Keeper Christian Rathjen die Kugel von Rafael Franco abluchsen ließ – der Offensive musste nur noch einschieben. Am Sonntag (14 Uhr) erwartet Hülsen den VSK Osterholz.

Von Ulf Von Der Eltz

Foto Westermann: Setzte sich hier gegen Hülsens Abwehr durch: Anton Strodthoff (2.v.r.), der später Oytens 2:1 erzielte.

Fußball 21.10.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Maurice Reding. TV Oyten: Déjà-vu der schlechteren Art.

13. Oktober 2019: Der TV Oyten bejubelt in der Fußball-Bezirksliga am zehnten Spieltag dank eines 4:2-Erfolgs beim 1. FC Rot-Weiß Achim den ersten Saisonsieg. Zuvor hatte die Elf von Trainer Axel Sammrey in neun Spielen lediglich zwei Unentschieden geholt. Der Sieg in Achim war der Start für eine Aufholjagd, die vom letzten Tabellenplatz auf Rang elf endete. Gut ein Jahr später könnte Sammrey von einem Déjà-vu sprechen – allerdings einem der schlechteren Art. Sechs Spiele, sechs Niederlagen: Der TVO ziert mit null Punkten das Tabellenende, der Saisonstart wurde erneut in den Sand gesetzt.

Trotz dieser unverkennbaren Parallelen will Axel Sammrey die beiden Situationen nicht miteinander vergleichen. „In der letzten Saison hatten wir viele A-Jugendliche. Da hat man bereits in der Vorbereitung gesehen, dass es nicht einfach wird. In diesem Jahr war die Vorbereitung gut. Die Hoffnung, dass wir besser starten, war da“, sagt der TVO-Coach, der die aktuelle Lage bedenklicher einschätzt als noch im Vorjahr. „Da haben wir zumindest mal einen Punkt geholt.“ Das war den Oytenern in dieser Saison bisher nicht vergönnt. Knappe Pleiten, wie gegen den FC Hambergen (1:2), als die Sammrey-Elf kurz vor Schluss einen Sieg aus der Hand gab, wechselten sich mit deutlichen Niederlagen, wie gegen den SV Löhnhorst und VSK Osterholz-Scharmbeck (jeweils 1:4), ab.

Doch wieso hat der TV Oyten, der seit vier Spielzeiten zum festen Inventar der Bezirksliga gehört, abermals einen schlechten Saisonstart hingelegt? „Der Hauptgrund ist, dass uns seit Jahren gestandene Spieler verlassen. Auch unsere guten Talente wechseln zu anderen Vereinen. Das ist irgendwann nicht mehr aufzufangen“, wird Sammrey deutlich.

Nun wartet auf die Sammrey-Elf an diesem Mittwoch im Nachholspiel mit dem SV Vorwärts Hülsen (Anpfiff um 19.30 Uhr) ein Team, das bislang noch ungeschlagen ist in dieser Saison. Sonderlich optimistisch klingt der TVO-Coach nicht. „Das Problem ist, dass mit jeder Niederlage das Selbstvertrauen sinkt. Wir hatten uns in Osterholz viel vorgenommen. Das Engagement war richtig gut, aber es wurden vor dem Tor die falschen Entscheidungen getroffen“, sieht Sammrey, dass sich seine Mannschaft zumindest bemüht.

Dieses Bemühen war im Training zuletzt nicht bei allen Spielern zu sehen. „Einige haben die Situation noch nicht begriffen“, sagt der Übungsleiter. Aus diesem Grund hat sich Sammrey gemeinsam mit seinem Co-Trainer Marius Winkelmann dazu entschlossen, Tom-Luca Hügen und Thomas Baumann aus dem Kader für das Spiel gegen Hülsen zu streichen. „Beide sind gute Fußballer und keine verkehrten Jungs. Doch ich war mit ihren Trainingsleistungen nicht einverstanden“, greift Sammrey zu härteren Maßnahmen. Krankheitsbedingt fehlen wird zudem Patrick Kuhna.

Von den bisher gezeigten Leistungen will sich Hülsens Coach Jan Twietmeyer nicht blenden lassen. Er erwartet kein leichtes Spiel. „Das wird eine Herausforderung. Bei den Spielen von Oyten waren knappe Ergebnisse dabei“, sagt Twietmeyer, der die Oytener Defensive als Schwachpunkt ausgemacht hat. „Wir müssen gleich attackieren und früh drauf gehen.“ Hinter den Einsätzen von Marcel Meyer (Zerrung) und Florian Funke (Knöchelprellung) steht noch ein Fragezeichen.

Um den ersten Dreier einzufahren, hat sich Sammrey bereits einen Plan zurechtgelegt. „Die Spieler müssen ihn nur auch umsetzen“, sagt der TVO-Coach, der ein „dreckiges 1:0“ unterschreiben würde. Mit diesem Ergebnis wäre die ernste Lage beim TV Oyten zumindest fürs Erste entschärft.

Foto: TVO-Coach Axel Sammrey hat bislang jede Partie in dieser Spielzeit verloren. (Björn Hake)

Fußball 20.10.2020 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: TV Oyten mit drastischer Maßnahme vor Spiel gegen SVV Hülsen. Sammrey streicht Baumann und Hügen aus dem Kader.

Oyten/Hülsen – Ungleiches Kräftemessen Mittwochabend an der Oytener Stader Straße im Bezirksliga-Nachholspiel (19.30 Uhr) zwischen dem noch punktlosen Tabellenletzten TV Oyten und dem bisher noch ohne Niederlage gebliebenen SVV Hülsen.

„Und wir sollten den Gegner so ernst nehmen, dass unsere Bilanz auch weiterhin makellos bleibt“, hebt da Hülsens Trainer Jan Twietmeyer mahnend den Zeigefinger. So erwartet er, „dass mein Team auch in diesem Spiel alles abrufen wird. Denn wir wollen ja nicht die Ersten sein, die gegen das Schlusslicht der Staffel Punkte abliefert. Und da zählt es für mich auch nicht, dass das Hambergen-Spiel am Sonntag doch einige meiner Spieler aus der Bahn geschmissen hat!“ So zog sich Marcel Meyer (Twietmeyer: „Ich werde ihn mit Sicherheit schonen, wenn er nicht 100 Prozent fit ist.“) eine Zerrung zu, Florian Funke eine Knöchelprellung und eine Handvoll weiterer Akteure mehr oder minder schmerzhafte Blessuren. „Egal. Ich habe genügend Spieler, die in der Warteschleife sitzen und darauf brennen, sich zu beweisen. Jetzt haben einige Gelegenheit dazu.“

Auch Oytens Übungsleiter Axel Sammrey wird sein Team nach dem 1:4 in Osterholz etwas umbauen müssen. Allerdings nicht aus Verletzungsgründen. War der TVO-Trainer nach der sonntäglichen Pleite schon recht angefressen, so war er es nach dem folgenden Training gänzlich. „In dem sind einige Spieler herumgelaufen, die unsere sportliche Situation scheinbar noch nicht begriffen haben oder aber sie egoistisch ignorieren! Deshalb habe ich mich kurz mit meinem Co-Trainer Marius Winkelmann zusammengesetzt und dann entschieden, dass wir Thomas Baumann als auch Tom-Luca Hügen vorläufig aus dem Kader streichen werden. Wir haben schon des Öfteren gewisse Verhaltensweisen angesprochen, jetzt ziehen wir andere Seiten auf!“ So in Rage zeigte sich Axel Sammrey in den vergangenen Jahren schon lange nicht mehr.

Was aber beweist, dass auch ihn die Erfolglosigkeit seiner Elf etwas dünnhäutig hat werden lassen. „Zumindest sprühe ich momentan nicht gerade vor Optimismus, weil wir immer wieder dieselben Fehler machen“, so der Coach, der aber in keinster Weise ans Aufgeben denkt. „Daran verschwende ich keinen Gedanken! Wir werden weiter hart an uns arbeiten. Zu glauben, dass nun gerade gegen Hülsen der Knoten platzt, ist eher unrealistisch. Wenn wir es aber endlich schaffen, auch einmal den Abschluss zu suchen und nicht weiterhin versuchen, den Ball ins Tor zu tragen, dann können wir den Hülsenern zumindest ordentlich Paroli bieten.“  vst

Zurück 1 3 4 5 6 7 8 9 ... 20 21
Beitragsarchiv