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Fußball 01.04.2021 von Axel Sammrey

Nun ist es vollbracht. Auch beim NFV hat die Vernunft gesiegt.

Fußball-Saison in Niedersachsen wird abgebrochen - Meinungsbild in den Kreisen ergibt klares Votum für den Weg der Annullierung - Rechtzeitige Aufnahme eines uneingeschränkten Mannschaftstrainings und Spielbetriebs durch Corona-Pandemie nicht möglich - Distelrath: „Wir haben unsere Entscheidung schweren Herzens getroffen“ – Aktueller Video-Podcast zur Vorstandssitzung auf nfv.de

Fußball 26.03.2021 von Axel Sammrey

Kreiszeitung.de: Ottersberg und Oyten: Gegenwehr beim Abstieg. Quotientenregel? Schwarz würde klagen.

Der Niedersächsische Fußball-Verband hat den Saisonabbruch angekündigt. Sollte es einen Abstieg nach Quotientenregelung geben, würde Landesligist TSV Ottersberg klagen. Auch Bezirksligist TV Oyten wäre zur Gegenwehr bereit.

Achim/Verden – Der Saisonabbruch ist besiegelt – so dürfte in der nächsten Woche die Entscheidung des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) ausfallen. Nachdem der Vorstand am Dienstag angesichts der Entwicklung in der Coronavirus-Pandemie erstmals von seiner bisherigen Linie mit der Fortsetzung der unterbrochenen Serie abgewichen war und das Aus eingeleitet hatte, geht es praktisch nur noch um eine Frage:

Wird in irgendeiner Form gewertet oder annulliert?

Zwar scheint alles auf eine Annullierung hinauszulaufen – in Stein gemeißelt ist diese Variante indes nicht. Einfrieren und nach der Sommerpause fortführen sowie eine Quotientenregelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern haben noch eine kleine Chance auf Anwendung. Für die Vereine aus dem Kreis Verden, die auf Bezirksebene unterwegs sind, allerdings nicht – sie votieren fast geschlossen dafür, weder eine Wertung noch ein Weiterspielen nach Covid-19 in Betracht zu ziehen.

Ottersbergs Frank Schwarz fordert Annullierung

Ottersbergs Frank Schwarz sieht das wahrscheinliche Saisonaus zunächst als alternativlos an: „Es wäre völliger Schwachsinn, nach einer so langen Pause einen Re-Start zu unternehmen. Vor Mai würden wir gar nicht in die Vorbereitung einsteigen können. Also muss stumpf abgebrochen werden.“ Und der Fußball-Boss des Landesligisten hat auch für das weitere Prozedere eine vehemente Forderung: „Eine Wertung darf es auf keinen Fall geben, also muss die Saison annulliert werden.“ Sollte es Auf- und Absteiger durch eine Quotientenregel geben, sieht Schwarz eine Klagenflut auf den Verband zurollen. Für seine in Staffel 2 gefährdeten Wümme-Kicker hält er jedenfalls schon mal fest: „Wir würden uns das nicht gefallen lassen!“

In die gleiche Kerbe schlägt Trainer Frank Neubarth, der mit dem FC Verden 04 in Staffel 1 erst fünf Partien absolvieren konnte – wenn auch nicht so drastisch: „Da die Mannschaften zu wenig Spiele hinter sich haben, wäre es Quatsch, jemanden durch die Quotientenregel absteigen zu lassen.“ Einfrieren und nach den Ferien weiterspielen – wie am Dienstag noch von Etelsens Übungsleiter Nils Goerdel favorisiert – fällt beim Ex-Profi ebenfalls nicht auf nährbaren Boden: „Ergibt keinen Sinn, da Spieler wechseln werden und auf einmal völlig anders besetzte Teams auflaufen könnten. Also wäre für mich eine Annullierung das Beste.“

Eine Klasse tiefer in der Bezirksliga befürworten die Trainer einmütig den Abbruch, die meisten sprechen sich auch für einen Neuanfang in der nächsten Saison aus. Am heftigsten erhebt Axel Sammrey vom TV Oyten, punktloses Schlusslicht der Staffel 2, seine Stimme dafür: „Wir würden uns ebenfalls massiv gegen einen Abstieg durch die Quotientenregel wehren. Diese Variante kann doch keiner ernsthaft in Erwägung ziehen.“

Oytens Axel Sammrey lehnt Variante kategorisch ab

Und der 64-Jährige hat auch schon konkrete Wünsche für das Prozedere in der nächsten Saison – wobei er eine abermalige Teilung zu Beginn ablehnt: „Es muss jede Mannschaft mindestens einmal gegen jede andere spielen können. Das wäre bei gleicher Sollstärke sportlich am fairsten.“ Am liebsten wäre ihm eine übliche Doppelrunde mit Hin- und Rückspielen, aber eine Teilung in Auf- und Abstiegsrunde nach einer normalen Runde seiner genannten Vorstellung würde Sammrey ebenso akzeptieren.

Fischerhude-Quelkhorns Matthias Warnke für Einfrieren

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen votiert Matthias Warnke vom TSV Fischerhude-Quelkhorn gegen eine Annullierung – aus einem einfachen Grund: „Wir haben uns gleich am Beginn der Diskussionen für ein Einfrieren und Weiterspielen nach der Sommerpause ausgesprochen, weil die bisher erbrachten sportlichen Leistungen nicht unter den Tisch fallen sollten. Eine Quotientienregelung halten wir angesichts der zu wenigen Partien der Teams für äußerst fragwürdig.“ Ein Weiterspielen habe auch einen zeitlichen Vorteil: „Dann könnte man die Saison ohne Druck zuende bringen und vielleicht auch noch den Pokalwettbewerb einbauen.“

Das Einfrieren würde Thedinghausens Lars Gudegast nicht komplett ablehnen, es wäre aber nicht seine Priorität: „Eigentlich ist doch alles andere als eine Annullierung nicht richtig, weil viel zu wenig Begegnungen absolviert worden sind.“ Dem schließen sich Sven Zavelberg vom TSV Achim und Jan Twietmeyer vom SVV Hülsen ohne Umschweife an. Lediglich Emrah Tavan vom FSV Langwedel-Völkersen zeigt sich zwiegespalten: „Sicher könnte man einfrieren und weiterspielen, was aber nur den bisher erfolgreichen Teams zugutekommen würde. Auf- und Abstiege durch Quotientenregelung sind nicht zu vermitteln, alsofinde ich eine Annullierung letztlich noch am fairsten.“

Von Ulf Von Der Eltz

Fußball 11.03.2021 von Axel Sammrey

10. März 2021 / 22:14 Uhr Schleswig-Holstein bricht Fußball-Saison 2020/2021 ab!

Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV) hat sich am Mittwoch auf seiner außerordentlichen Sitzung mit Mehrheitsbeschluss für eine Beendigung des Punktspielbetriebs entschieden. Die Spielzeit 2020/2021 wird annulliert.
Die Entscheidung ist gefallen: Der Punktspielbetrieb 2020/21 wird nicht sportlich beendet, sondern abgebrochen und annulliert. Das ist das Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) am Mittwochabend (10. März). Die Abstimmung fiel mehrheitlich aus und gilt für den Herren-, Frauen- und Mädchen- sowie den Juniorenbereich.
Pokale sollen ausgespielt werden
Stattdessen will der SHFV den Vereinen ein Angebot auf freiwilliger Basis abhängig von der jeweiligen Verfügungslage machen, etwa in Form von Freundschaftsspiele auf Kreisebene. Aufsteiger in die Regionalliga soll es indes auf sportlicher Ebene geben. Im Herrenbereich hatten die beiden Kandidaten SV Todesfelde und SV Eichede sich noch nicht abschließend geäußert, ob sie in die vierte Liga wollen. Die Kreispokale und der SHFV-Landespokal sollen nach altbewährter Weise ausgetragen werden, wie die Lübecker Nachrichten weiter erfahren haben.
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Auch der Fußball leidet in der Coronakrise: Hamburg beendete bereits am 4. März als erster norddeutscher Verband die aktuelle Saison, jetzt zog Schleswig-Holstein nach. © imago images/Michael Weber

Fußball 09.03.2021 von Axel Sammrey

Lockdown-Lockerung: Was jetzt im Fußball gilt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben bei ihrer Videokonferenz am Mittwoch, 3. März 2021, eine schrittweise Lockerung des Lockdowns in der Covid-19-Pandemie verkündet. Unter anderem ist eine Öffnung für den Sport, abhängig von der aktuellen Infektionslage, angedacht. Was bedeutet das genau für den Fußball? Wir haben den Beschluss unter die Lupe genommen.

 

Die Bund-Länder-Konferenz hat beschlossen, dass im Grundsatz die bisher geltenden Beschränkungsmaßnahmen bis zum 28. März fortgesetzt werden. Gleichzeitig wurden mögliche Öffnungsschritte für bestimmte Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche festgelegt. Zentrales Kriterium für bestimmte Beschränkungsmaßnahmen bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zuständig sind die jeweiligen Bundesländer. Der Sport ist Teil der festgelegten Öffnungsschritte drei bis fünf.

Für den 3. Öffnungsschritt ab dem 8. März ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Eine Region oder ein Land kann den Freiluftsport für Kinder bis 14 Jahren, also auch Fußball, erlauben (Gruppen bis zu höchstens 20 Kindern).
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • "Kontaktfreier" Sport darf auch von Erwachsenen (beziehungsweise Ü 15) betrieben werden (Gruppen bis maximal zehn Personen). (hier ist Klärung bezüglich Fußball erforderlich)

Für den 4. Öffnungsschritt ab frühestens dem 22. März ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Freiluftsport, inklusive Kontaktsport und Fußball, für alle ohne Gruppenbeschränkung, aber: Es muss für alle Erwachsenen (und ab Ü 15) ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest vorliegen.
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • Sport (einschließlich Fußball) darf im Freien betrieben werden ohne Gruppenbeschränkung oder Testerfordernis.

Für den 5. Öffnungsschritt ab frühestens dem 5. April ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Sport im Freien (einschließlich Fußball) ohne Gruppenbeschränkung oder Test; kontaktfreier Sport in der Halle.
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • Sport im Freien und in der Halle, einschließlich Fußball und Kontaktsport, ohne Beschränkungen.

In jedem Fall können die Öffnungsschritte aber nur abhängig von der aktuellen Infektionslage umgesetzt werden. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Bundesland oder einer Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März 2021 gegolten haben, wieder in Kraft (Notbremse).

Die Bund-Länder-Konferenz wird am 22. März 2021 über weitere Maßnahmen beraten.

Autor/-in: FUSSBALL.DE

[Foto: imago images/Hanno Bode]

Fußball 06.03.2021 von Axel Sammrey

Kreiszeitung.de: NFV plant Ostern Re-Start. Fußball zur besten Zeit, Fußball im Sommer.

Während der Hamburger Verband die Fußball-Saison für beendet erklärte, hat der Niedersächsische Verband (NFV) nun deutlich gemacht, dass er unbedingt die laufende Serie fortsetzen will. Wenn es geht, schon Anfang April - oder auch früher.

 
  • NFV plant in den nächsten Wochen mit dem Re-Start der Saison.
  • Kinder bis 14 Jahren dürfen schon ab 8. März wieder auf den Platz.
  • Es wird Auf- und Absteiger geben

Verden – So verschieden sind in Norddeutschland die Ansichten über die Fortsetzung des Amateurfußballs. Während der Hamburger Landesverband die verkorkste Saison endgültig abbrach, versuchen die Verantwortlichen in Niedersachsen diese auf Biegen und Brechen durchzuziehen. So scheint es so, dass der Ball bereits Ostern oder gar früher wieder auf niedersächsischen Sportfeldern rollen könnte.

Im Nachgang zur Bund-Länder-Konferenz hatte sich der Vorstand des NFV am Donnerstagabend mit dem weiteren Umgang der derzeit unterbrochenen Saison 20/21 auseinandergesetzt. Die auf dem Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossenen Ergebnisse wurden dabei ausdrücklich begrüßt. „Unser Ziel war und ist, die Saison in allen Altersklassen sportlich zu beenden. Durch die verfassten Beschlüsse besteht Hoffnung und Zuversicht, dieses Ziel erreichen zu können. Der NFV wird aber auch weiterhin an der Praxis festhalten, sich an der jeweiligen politischen Verfügungslage zu orientieren“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath in einem offiziellen Schreiben.

Kinder bis 14 Jahren dürfen ab 8. März ran

Besonders zu begrüßen sei, dass bei einem Inzidenzwert von unter 100 bereits ab dem 8. März Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren in einer Gruppenstärke von maximal 20 Personen im Außenbereich wieder zusammen Sport treiben dürfen. Hieße für den Landkreis Verden, der einen weitaus niedrigeren Wert aufweist: Ab Montag dürften die bis dato geschlossenen Sportplätze definitiv wieder öffnen.

„Der Deutsche Fußball-Bund und seine Landesverbände haben gegenüber der Politik immer wieder aufgezeigt, welche fatale Folgen Kontaktbeschränkungen und dauerhafter Bewegungsmangel gerade für Kinder und Jugendliche haben. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass unsere Argumente gehört wurden“, betonte Distelrath.

Mehr als eine 14-tägige Vorbereitung können wir den Vereinen nicht geben. Das ist hier kein Wünsch-dir-was!

Jürgen Stebani

Auch für den Erwachsenenfußball biete der Fahrplan die dringend benötige Öffnungsperspektive. Sollte der Inzidenzwert stabil zwischen 50 und 100 liegen, wäre Fußballspielen im Freien mit einem zuvor durchgeführten Schnell- oder Selbsttest ab dem 22. März und ohne diesen Test ab dem 5. April wieder möglich. „Momentan liegt der Inzidenzwert nur in wenigen politischen Kreisen Niedersachsens über 100. Angesichts der sich verbessernden Rahmenbedingungen wie Wetter oder verfügbarem Impfstoff bestehen gute Aussichten, dass wir schon in ein paar Wochen überall in Niedersachsen die 100er-Grenze unterschreiten könnten. Hohe Disziplin aller Beteiligten ist jetzt unerlässlich. Ich appelliere an alle, sich an die behördlichen Vorgaben zu halten und mit den neu geschaffenen Möglichkeiten verantwortungsbewusst umzugehen“, sagte der NFV-Chef.

So verständigte sich der Verbandsvorstand dann letztlich darauf, in den Spielklassen, in denen es notwendig ist, eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus bis maximal an den Beginn der Sommerferien (21. Juli) zuzulassen. Damit folgt er dem mit den spieltechnischen Fachausschüssen in den Kreisen erhobenen Meinungsbild. Hier hatten sich über 80 Prozent für die optionale Verlängerung des Spieljahres ausgesprochen.

„Es freut uns natürlich, dass wir wieder Aussicht auf Fußball haben. Und letztlich bekommen wir doch nun das, was wir uns immer gewünscht haben: Fußball zur besten Zeit, Fußball im Sommer“, streckte da gestern auch Verdens NFV-Kreis-Boss Kurt Thies den Daumen hoch. Wann es aber nun genau im Kreis Verden wieder mit Punktspielen losgehen kann – Thies hielt sich da noch bedeckt: „Wenn ich die Zeilen der Regierung und des NFV richtig deute, dann könnten jetzt nur noch unser Gesundheitsamt und unser Landrat ihr Veto einlegen. Für die Kinder ist ganz klar Start am Montag – und auch im Herrenbereich würde ich schon einmal alle Vorbereitungen treffen. Wenn pro Sportplatz mit je zehn Spielern trainiert wird, die wie schon nach dem ersten Lockdown bereits umgezogen erscheinen und ohne zu duschen wieder wegfahren, macht man sicher nichts falsch. Und wenn wir dann vielleicht im Mai auf Kreisebene loslegen könnten, wäre immer noch genügend Zeit, um die Serie zu Ende zu bringen. Damit wird es dann definitiv Auf- und Absteiger geben!“

Kein Verständnis für Hamburg

Ähnlich sieht es da für die Klubs ab der Bezirksliga aus. Dass in Hamburg komplett anders entschieden wurde, „interessiert mich nicht die Bohne“, sagte gestern Jürgen Stebani, der Spielausschussvorsitzende des NFV. Er gestand aber: „Da gehen mir die Schuhe auf.“ Zumal auch die Hansestadt Bremen über einen Abbruch nachdenkt. Für ihn steht jedenfalls fest: „Eine Annullierung der Saison oder ein Abbruch sind in unseren Gedanken ganz, ganz weit hinten. Wir wollen eine sportliche Lösung. Dann muss es, so bitter das für die Vereine ist, notfalls auch ohne Zuschauer gehen.“ Denn: Ob diese sofort wieder erlaubt wären, ist noch unklar.

Mit Beginn des Trainingsbetriebs gewährt der Verband den Vereinen eine 14-tägige Vorbereitungszeit auf die Punktspiele. „Mehr können wir ihnen nicht geben. Das ist hier kein Wünsch-dir-was“, meinte der erfahrene Funktionär aus Ilmenau. Der erste Anpfiff könnte theoretisch Ostermontag ertönen. „Das kann eventuell auch früher sein. Wir wissen ja noch nicht, was regional möglich ist. Wir spielen, wenn wir wieder können! Und wenn wir Glück haben, können wir schon das Wochenende vorher am 28. März gebrauchen. Das müssen wir mit den Vereinen besprechen“, meinte Stebani und will möglichst mit Nachholspielen starten. Ziel: Irgendwie auf eine gerade und verwertbare Tabelle kommen, um Auf- und Absteiger zu ermitteln. Die werde es nämlich auch hier auf jeden Fall geben.

Wechseldatum ändert sich

Nach welchem Modus dann gespielt wird, verriet Stebani nicht. In der Oberliga spricht jedenfalls vieles für die sogenannte Variante 2 – also keine Rückrunde, aber Auf- und Abstiegsrunde plus Rückspiele gegen die Teams aus der eigenen Staffel. Macht 14 Spiele für jedes Team, wofür neben Ostermontag noch 15 Wochenenden (inklusive Pfingsten) zur Verfügung stünden. Stebanis große Sorge sind allerdings unterschiedliche Inzidenz-Stufen in den einzelnen Kreisen. „Das ist genau das Problem, das wir haben“, bestätigte er. Die Spielpläne seien aber quasi so gut wie fertig. Die würden aber erst veröffentlicht, wenn das Land seine modifizierte Verordnung herausgegeben hat. „Wir haben genug Pfeile im Köcher. Wir sind vorbereitet“, versprach der Spielausschussvorsitzende.

Auch auf eine „wichtige Sekundärfolge“ ging er gegenüber unserer Zeitung ein: Schließlich überschneidet sich der übliche Spieler-Wechseltermin 30. Juni ja nun mit der Saisonverlängerung. „Dass sich ein Verein dann zum 1. Juli für die letzten Spiele noch fünf Leute holt – das muss natürlich unterbunden werden. Das Problem wird auch beseitigt. Das ist bereits vorbereitet, sodass es die Spielerlaubnis für den neuen Verein erst ab dem 22. Juli gibt.“

Von Frank Von Staden Und Matthias Freese

Fußball 05.03.2021 von Axel Sammrey

Nun soll es bald wieder losgehen. Auf die Umsetzung bin ich gespannt. Positives Denken ist jetzt, denke ich sehr wichtig.

Fußball 03.03.2021 von Axel Sammrey

Kicker News: Freigabe nur bei stark fallender Inzidenz. Beschlussvorlage durchgesickert: Der Amateurfußball muss wohl weiter warten!

Schon bevor am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer über weitere Maßnahmen im Kampf gegen Corona berät, sind erste Ergebnisse durchgesickert. Für den Amateurfußball bedeutet das weiterhin: Warten.

Am Mittwoch berät die Bund-Länder-Konferenz, mit welchen Mitteln die Corona-Bekämpfung in Deutschland fortgesetzt werden soll. Schon im Vorfeld ist eine Beschlussvorlage durchgesickert, die dem "Business Insider" vorliegt.

Auch der Amateurfußball findet dort Eingang. Aber der Reihe nach: Der Lockdown soll generell bis 28. März verlängert werden, jedoch soll es schon ab 8. März Lockerungen geben, vor allem bei privaten Kontakten und Einzelhandel. In einer "zweiten Öffnungswelle" wird es weitere Lockerungen in denjenigen Regionen und Bundesländern geben, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz auf 35 fällt. Dann wäre Sport im Außenbereich mit bis zu zehn Personen erlaubt, allerdings kontaktfrei.

Erst wenn in den anschließenden 14 Tagen die Inzidenz unter 35 bleibt oder weiter sinkt, wird Kontaktsport im Außenbereich im Rahmen einer "dritten Öffnungswelle" möglich sein. Für den Amateurfußball heißt das: Erst dann kann vollständiges Mannschaftstraining und Spielbetrieb stattfinden. Voraussetzung ist übrigens, dass alle Teilnehmer über einen tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest mit negativem Ergebnis verfügen. Damit bewahrheitet sich das, was Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kürzlich in einer Diskussionssendung im "Bayerischen Rundfunk" klarmachte: "Einzelsportarten wie Golf oder Tennis, bei denen man Abstand wahren kann, gehen natürlich deutlich schneller als zum Beispiel Judo oder Amateurfußball. Das wird später sein."

Steigende Inzidenz

Da der Inzidenzwert aktuell eher leicht ansteigt statt in Richtung der Zielmarke 35 zu fallen - deutschlandweit lag er am Dienstag laut Robert-Koch-Institut bei 65,4 - wird es also noch etwas dauern, bis die überall unterbrochenen Saisons zu Ende gespielt werden können, sofern sich die Landesverbände nicht zwischenzeitlich für einen Abbruch entscheiden, wie bislang schon in Hamburg geschehen.

Ohnehin: Wie etwa ein Verband wie der Bayerische Fußball-Verband mit einer solchen Situation umgehen will, bleibt dabei völlig offen. Während nämlich die Inzidenz in Karlburg (Kreis Main/Spessart) aktuell bei 31 liegt, steht sie in Hof mit 249 deutlich höher - beide Orte haben Teams in der Bayernliga Nord. Eine einheitliche Re-Start-Regelung - auch im Hinblick auf einen regulären und verwertbaren Spielbetrieb - bleibt eine entscheidende Frage.

Ein besonderer Fall ist der Jugendfußball, hier fordern neben zahlreichen Sportfunktionären auch große Teile der Bevölkerung, dass Kinder und Jugendliche wieder kicken dürfen, damit Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte nicht noch zu einem größeren Problem werden.

stw

Fußball 19.02.2021 von Axel Sammrey

Kreiszeitung.de: Alle Fußball-Herrentrainer bleiben TV Oyten treu. Sammrey und Co. machen weiter.

Das volle Programm beim TV Oyten: Alle Trainer der Fußball-Seniorenteams bleiben über den Sommer hinaus. An der Spitze verlängerte Axel Sammrey, Coach der Bezirksliga-Herren, seinen Vertrag. Abteilungsleiter Detlef Meyer war die Gesamtheit wichtig.

  • Axel Sammrey und Co. bleiben Oytens Fußballern treu
  • Spartenleiter Detlef Meyer mit der Arbeit aller Trainer vollauf zufrieden
  • Sammreys Kontrakt würde sogar in der Kreisliga gelten

Oyten – Sicher steht Axel Sammrey als Coach der ersten Herrenmannschaft immer besonders im Fokus – in Sachen Vertragsverlängerung setzt der TV Oyten den Blickpunkt aber ein wenig anders. „Wir sehen den Seniorenbereich als Gesamtheit. Daher haben wir als Fußballabteilung gleich mit sämtlichen Trainern die Kontrakte um ein weiteres Jahr ausgedehnt“, verkündete Detlef Meyer am Donnerstagabend.

Soll heißen, dass nicht nur Sammrey auch nächste Saison an der Seitenlinie die Verantwortung trägt.

Für die Zweite werden Jens Rathjen und Jörg Winkelmann die Geschicke leiten, die Dritte bleibt unter den Fittichen von Lars Weber sowie Marco Blöthe. Die Altherrenkicker werden weiter von Torsten Rössler angeleitet, während Jens Hager und David Evans die Altliga-Truppe trainieren. „Bei uns ist die Verzahnung der Teams enorm wichtig, wenn auch Axel bei der Bezirksliga-Elf zentrales Thema bleibt. Von unserer Seite gab es nie einen Zweifel, wir mussten halt bei den einzelnen Personen die Befindlichkeiten abklopfen“, ergänzt Detlef Meyer.

Nägel mit Köpfen bald auch im Jugendbereich

Und der Spartenleiter macht deutlich: „Wir sind mit der Arbeit unserer Coaches vollstens zufrieden und daher froh, dass alle zur Stange halten.“ Der Fußball-Boss der Blau-Roten ist zuversichtlich, dass demnächst auch im Jugendbereich Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Die Gespräche laufen erfolgversprechend. Wir wollen ja eine Art Neuaufbau hinbekommen, nachdem wir uns gegen das Zusammengehen mit den Klubs aus dem Ottersberger Flecken entschieden haben und nächste Saison als alleiniger TV Oyten an den Start gehen werden.“

Bleibt Coach der TVO-Reserve: Jens Rathjen.

Mit vollem Eifer nimmt Axel Sammrey die Punktrunde 2021/22 in Angriff – völlig unerheblich ob in dieser Saison noch weitergespielt werden sollte und mit welcher sportlichen Entscheidung sie dann in diesem Fall enden würde. „Wir haben jetzt die zweite Serie hintereinander, die wegen der Corona-Pandemie praktisch zerfleddert ist. In dieser schwierigen Phase lasse ich die Jungs doch nicht im Stich. Das würde sogar für die Kreisliga gelten“, erläuterte der 64-Jährige am Donnerstagabend auf Nachfrage dieser Zeitung seine Beweggründe, den am 30. Juni auslaufenden Vertrag zu verlängern.

Wir haben jetzt die zweite Serie hintereinander, die wegen der Corona-Pandemie praktisch zerfleddert ist. In dieser schwierigen Phase lasse ich die Jungs doch nicht im Stich.

Axel Sammrey, Trainer der Oytener Bezirkslia-Herren

Dabei hofft der Verdener, dass er mit seinen Jungs ab Sommer endlich wieder eine vernünftige Serie spielen kann und dass der Kader so zusammenbleibt: „Ich nehme die Spieler dann aber auch in die Pflicht. Wir haben viele junge Leute im Kader, die ihr Potenzial immer erst in der Rückrunde voll ausschöpfen können, wenn sie alles verinnerlicht haben. Da diese ja vergangene Serie und auch jetzt wegfällt, müssen wir ihnen auch die nötige Zeit geben, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Da sei es halt nur bei einer kompletten Saison hinzubekommen, dass sich die Talente richtig weiterentwickeln. Axel Sammrey selbst verspürt schon richtig Lust, ab Sommer in sein dann siebtes Jahr beim TV Oyten zu starten. „Wenn es wieder anfängt, würde ich auch zu Fuß zum Platz gehen. Da spielt das Alter gar keine Rolle, ich fühle mich topfit.“

Von Ulf Von Der Eltz

Foto: Ab Sommer geht er ins siebte Jahr als Dirigent der Oytener Bezirksliga-Kicker: Axel Sammrey (Mitte).

Fußball 13.02.2021 von Axel Sammrey

1. Herren: Samstag, 13. Feb. 2021: Altpapier Entgegennahme. Auch ohne aktuellem Trainingsbetrieb ist Verlass auf die Jungs der 1. Mannschaft.

Vielen Dank Lukas Pein, Michele Troia, Lennart Brand, Ole Persson und Patrik Kuhna.

Fußball 06.02.2021 von Axel Sammrey

Weser Kurier von Stefan Freye. Zweifel am Fußball-Neustart werden größer. Am 1. April soll es weitergehen.

Der Verband möchte zum 1. April starten, aber Trainer und Verantwortliche halten die Umsetzung für kompliziert. Videokonferenz brachte keine neuen Erkenntnisse.

Bremen. Es klang doch recht gut und durchdacht, was der Bremer Fußball-Verband (BFV) Ende Januar verkündet hatte. Angesichts des aktuellen Lockdowns und der anhaltenden Corona-Pandemie waren die BFV-Ausschüsse zu der Entscheidung gelangt, die Saison frühestens am 1. April fortzuführen. Bis dahin, so die nachvollziehbaren Gedanken, sollte sich die Situation weiter entspannt haben und auch eine entsprechende Vorbereitung auf die Pflichtspiele möglich sein. Spätestens nach einer Videokonferenz mit den Bremen-Liga-Teilnehmern am Mittwochabend steht allerdings fest: Der Plan ist vielleicht gut, seine Umsetzung könnte aber recht kompliziert werden.

Es sind jedenfalls einige Fragezeichen aufgetaucht unter den Verantwortlichen. Etwa bei Christof Frankowski, Abteilungsleiter des TuS Schwachhausen, und Kevin Köhler, Trainer des TuS Komet Arsten, beide Teilnehmer der virtuellen Zusammenkunft. Ihre größte Sorge: Wie sollen sich die Bremen-Ligisten auf den 1. April vorbereiten, solange noch gar nicht absehbar ist, wann wieder gemeinsam trainiert werden kann? „Wenn wir ab 16. Februar wieder Sport treiben dürfen, ist das eine andere Nummer – aber daran glaube ich nicht“, sagt Frankowski. Für Köhler liegt ein Vorbereitungsstart ebenfalls in weiter Ferne. Er erinnert sich auch noch gut an das letzte Mal: „Im Frühjahr hat es knapp zwei Monate gedauert, ehe wir vom kontaktlosen Training in Fünfergruppen zu den normalen Einheiten übergehen konnten.“

Man ist eben abhängig von der sogenannten Verfügungslage, den Vorgaben der Bremer Behörden. Eine Prognose ist schwierig, aber Anlass zum Optimismus besteht eher nicht. Für Frankowski und Köhler erscheint es deshalb auch nicht realistisch, von einem Trainingsstart vor Mitte März auszugehen. „Aber in zwei, drei Wochen kriegst du die Spieler nach einer so langen Pause nicht auf Trab“, findet Christof Frankowski, der zudem organisatorische Schwierigkeiten angesichts der zu erwartenden Hygiene-Vorschriften sieht. „Die Jungs beginnen auf einem niedrigen Level“, bestätigt Köhler. Er hält eine Vorbereitung von mindestens vier Wochen für „vernünftig“ – was einen Start in rund drei Wochen voraussetzen würde.

Aber selbst wenn sie ihre Kicker irgendwie fit bekommen, sind die Schwierigkeiten aus Sicht des Duos nicht ausgeräumt. Denn in diesem Fall drohten weitere Probleme, etwa durch mögliche Quarantänen. „Wir haben im Oktober aufgehört, weil wir keine Mannschaften mehr hatten – aber seitdem hat sich nicht so viel verändert“, sagt Christof Frankowski. Er hält die Spieler zudem für „noch mehr sensibilisiert“. Sie würden heute weniger Risiken eingehen, auch aus beruflichen Gründen, und seien deshalb nicht zwingend begeistert vom Fußball in Pandemie-Zeiten. „Die Arbeitgeber fragen ja schon mal bei Verletzung oder Quarantäne: Verdienst du dein Geld mit Fußball oder Arbeit?“, bestätigt Kevin Köhler den Druck, unter dem mancher Kicker offenbar steht.

Aber klar ist den beiden auch: Der Optimalfall sieht Fußball eigentlich vor. Schließlich habe der Sport eine gesellschaftliche Aufgabe und sollte diese gerade jetzt auch ausüben können. „Aber wir müssen uns vorher schon mit allen Dingen auseinandersetzen“, betont Frankowski. Dabei weiß er um die Komplexität: „Leicht hat es der BFV nicht.“ Das findet auch Sebastian Störer. „Es lässt sich jetzt ja noch gar nicht sicher beurteilen, wann wir starten können“, sagt der Leiter des Arbeitskreises Zentrale Spielansetzung im Bremer Fußball-Verband.

Derzeit ginge es nur um die Möglichkeiten, und daher sei es auch vorstellbar, dass der Spielbetrieb noch länger ruhen muss. Eine Wiederaufnahme am 1. April würde lediglich das „bestmögliche Szenario darstellen“. Für Sebastian Störer steht allerdings auch fest: „Wenn die Vereine nicht spielen möchten, dann werden wir auch nicht spielen.“

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